Fr. 3.7.- So. 5.7. Schweigen statt Reden

Eigentlich wollte ich über das Wochenende schreiben, aber ich weiß nicht wirklich wie oder anders ausgedrückt: ich verstehe nicht wie man einerseits schreiben ablehnen kann, reden verspricht…. mich gnadenlos ausbremst sobald sich die Gelegenheit gibt, es dann nie mehr erwähnt bis das Wochenende dann um ist, und um es noch zu krönen, mir dann vorwirft es nicht eher noch mal angesprochen zu haben.

Dabei wäre mir das so wichtig gewesen.  Aber eben wohl nur mir allein. Irgendwie muss immer ich die Initiative ergreifen, ich sehe nicht mehr ein warum – denn: ich hatte vor einigen Tagen mehr als ausführlich geschrieben, mich erklärt. Es kam so gut wie nichts zurück, letztlich vor allem mit dem Argument nichts kaputt machen zu wollen weil, und dem stimme zum Teil zu, beim mailen oder chatten leicht Missverständnisse aufkommen können. Aber das Versprechen seinerseits stand, das wir dieses Wochenende dann reden, daran klammerte ich mich, trotz meiner Zweifel wegen der Kinder die da um uns sind. Darauf hoffte ich dann also…. vergeblich. Freitags startete ich einen Versuch weil es sich einfach ergab wegen der Planung mit dem Erfolg das ich abgewürgt wurde sobald ich das Thema ansprach. Eine Eisdusche fühlt sich nicht viel anders an. Wenn man jemanden derart zwingt zu schweigen, sich seinem Willen unterzuordnen, wissend wie wichtig reden mir gewesen wäre und mich meiner Meinung unterdrückt dann ist das schlicht unfair, macht sprachlos und traurig. „Morgen, am Sa. wenn junior dann da ist, reden wir drüber“ sagte er noch dazu – dann war das Thema für ihn durch. Natürlich, ich diskutiere offen vor seinem Sohn… Niemals würde und werde ich das! Und so geschah auch nichts, eine Möglichkeit am späteren Abend, als beide Kinder dann endlich im Bett waren, zerschlug sich ebenfalls weil Alex ja so müde war und keinen Zweifel daran ließ das nichts mehr ging, weder in der einen noch der anderen Hinsicht, auch das ist ja nichts Neues, nur das man das so deutlich gesagt bekommt, das schon. Aber Frau gewöhnt sich an alles…. Also blieb noch der So., so dachte ich. Nur auch das war nichts, weil es nun  mal mit Kindern um einen rum nur schwer möglich ist, ernstlich und konzentriert zu reden, insbesondere auch wenn es um sehr persönliches geht. All das ahnte ich bereits am Do. und wollte, das wir wenigstens mailen, er nicht so drängte ich nicht weiter und vertraute dann darauf weil er mir fest versprach, dass wir versuchen einen Raum dafür zu schaffen. Jedoch, und das ist das mit schlimmste für mich, den Versuch oder Anlauf hierzu konnte ich nicht ein einziges mal sehen oder spüren. Auch darauf das es ihm wichtig gewesen wäre, das zu besprechen. Im Gegenteil, warf mir bei Abfahrt noch vor, es nicht versucht zu haben. Hallo? Ich??? Hatte ich nicht zuvor bereits mehr als genug geschrieben? Mich offenbart? Meine Gedanken, Ärger, Frust – über all das das reden, das wollte er unbedingt, versprach es fest, also muss  bzw. sollte das doch die Initiative dann jetzt auch von ihm ausgehen? Warum muss ich selbst dann da noch hinterher laufen und darum bitten? Zumal ich es ja Fr. versuchte. Das beste jedoch kam am So. morgens wo er eindrucksvoll zeigte wie Mann zu gesagten Worten steht…. Gar nicht. Gibt mir viel Hoffnung und Freude auf die Zukunft. Liebe tut weh.. das muss wohl so sein.

Wie war das mit dem geschriebenen Wort und der Realität andererseits…? Nicht das erste mal das wir darüber reden mussten. Ich bin authentisch, das was ich schreibe bin 100% ich – auch und vor allem in der Realität! Mein Wort zudem gilt immer, ob nun gesprochen oder geschrieben. Ich bin bitter enttäuscht weil ich all dies und mehr noch dazu, weiter mit mir herumtrage, es macht mich fertig, ich fühle mich leer und er hält es auch jetzt nicht für nötig, mir dann wenigstens jetzt zu schreiben. einfach für mich, weil er reden versprochen hatte und es nicht tat. Weil ich wichtig bin? Oder doch nicht so sehr? Muss ich ja annehmen nachdem er gerade nun anrief, und ich dachte  schon, es ist ihm doch wichtig, beschäftigt ihn ebenso sehr wie mich… aber nein, freilich nicht deswegen rief er an sondern wegen. einer ganz anderen belanglosen Sache, tut so als wäre nichts,  erzählt mir er hat aufgeräumt, ja sehr wichtig… sagt mir also indirekt das er wegen mir keinerlei weitere Gedanken verschwendet. Mir Sicherheit geben…schrieb er mir mal zu Beginn. Das tut alles andere als das.

Sensibel? Emotional? Empathie? – Alex, wo? Kein Bild davon machst Du dir scheinbar davon wie sehr mich das bedrückt, es an sich schon förmlich erstickt, was das in mir auslöst, wie es mir geht dabei, was das zerstört an Vertrauen. Inzwischen nagen sogar ernstlich Selbstzweifel an mir ob ich als Frau wirklich Frau bin. Und ob ich das was ich tue, richtig ist. Ich bin voll Bitterkeit und tieftraurig weil ich nicht weiß was ich noch machen soll weil Du es ja nicht mal bemerkst, oder es nicht willst, das lasse ich offen. Mehr als schreiben und versuchen zu reden kann ich nicht. Es nochmals aufschreiben werde ich jedenfalls nicht, das habe ich bereits mehr als ausführlich getan, es wäre an Dir gewesen nun zu reagieren.

So vertraue ich meinem Tagebuch meine Gedanken an – das kommt prinzipiell auf dasselbe hinaus: einseitige Kommunikation. Allerdings, einen kleinen Unterschied hat es: hier und da gibt es Feedback. Darüber hinaus lenkt es mich ein wenig ab – bevor mich meine Gedanken umbringen. Das war noch gar nicht lange her mal der Grund, warum ich eigentlich mit dem Schreiben begonnen habe. Nun bin ich wieder dort.

~ von loungekittiesdiary am 5. Juli 2009.

Eine Antwort to “Fr. 3.7.- So. 5.7. Schweigen statt Reden”

  1. mittlerweile bekomme ich Angst, wenn ich all das hier so lese… Mein Aufruf an Alex: mach was, nimm diese Frau beim Wort, und halte Deines! Sprecht miteinander.

    Ich halte Euch die Daumen.
    Spuckie

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